27 September 2016

Blogparade #MörderischGut


Als unter den Mainwunder-Buchbloggern aufgerufen wurde, an einer Blogparade zum Buch von Vera Nentwich "Liebe vertagen, Mörder jagen" teilzunehmen, klang das für mich interessant und ich habe mich angemeldet. Zu meiner ersten Teilnahme an einer Blogparade / Blogtour! Es waren im Vorfeld auch schon ein paar Leitfragen bekannt (s.u.) und Parallelen zum Buch bzw. seinen Charakteren könne man auch ziehen.


  • Was an dir findest du mörderisch gut?
  • War das schon immer so?
  • Wie ist es dir gelungen, dich selbst so anzunehmen wie du bist?
  • Wo waren die Hürden, was war besonders schwer - oder auch leicht?
  • Gibt es eine bestimmte Person, die dir dabei geholfen hat, zu dir selbst zu stehen, dich zu outen, dich selbst zu lieben?

Nachdem ich das Buch (welches mich richtig gut unterhalten hat) ausgelesen habe, frage ich mich allerdings, ob die Anmeldung wirklich so eine gute Idee war? Auf einmal starre ich auf die Leitfragen und denke mir: „Davon passt so gar nichts zu Dir!“ Und eigentlich fallen mir auch keine Parallelen zu den Personen aus dem Buch ein. Ich mag jedoch auch nicht die bereits veröffentlichten Beiträge der anderen Teilnehmer lesen, denn das wäre wie „spoilern“ und dann etwas nur ein wenig abgewandelt kopieren will ich auch nicht.

Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es bei dieser Blogparade #MörderischGut darum geht, ein wenig von sich selbst preiszugeben, die Leser des Blogs durch persönliche Dinge sozusagen einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen und zu zeigen, dass man ein „ganz normaler“ Mensch mit Stärken und Schwächen ist.

 

Gut an mir finde ich meinen Gerechtigkeitssinn und dass man sich auf mich verlassen kann. Hierzu eine kleine Geschichte aus Kindertagen, die mir (warum auch immer) noch deutlich in Erinnerung ist:

Es war in der Grundschule. Ich denke, ich war in der ersten oder maximal in der zweiten Klasse. Zur Faschingszeit gab es eine Feier, zu der auch die Eltern und Geschwister eingeladen waren. Meine jüngere Schwester und ich waren als Zwerge verkleidet. (Unsere Eltern haben uns immer ganz tolle Verkleidungen geschneidert / gebastelt!) Nach einem offiziellen Teil ging es für die Kinder ans Kuchen essen. Dafür waren die Tische als eine lange Tafel in U-Form aufgestellt. An jedem Platz lag eine Serviette, so quasi als Tischset. Meine Schwester und ich saßen bereits, als die Plätze irgendwie neu verteilt wurden. Jedenfalls sollten wir ein paar Stühle weiter rutschen und dort lag am Platz meiner Schwester keine Serviette als Platzset. Wir haben dann beide angefangen zu weinen und wollten nach Hause. Im Handumdrehen hat eine der Lehrerinnen auch diesen Platz ausstaffiert und wir haben uns wieder beruhigt. – Ich habe also nicht nur an mich gedacht, sondern auch an meine kleine Schwester. ;-)

 

Was war ein Problem für mich, das ich erst im Laufe der Zeit zu akzeptieren geschafft habe?

Ich habe einen Leberfleck ziemlich mitten auf der Stirn. Viele, viele Jahre – speziell in meiner Teenagerzeit - empfand ich diesen als sehr störend. Daher habe ich immer Frisuren mit Pony getragen, um ihn zu verdecken.

 
 

Erst im Laufe der Jahre hat mein Mann mich davon überzeugt, dass das mit dem Pony Quatsch ist – und seitdem kommt Luft an meine Stirn ;-)
 

2 Kommentare:

  1. Liebe Ute,
    beim Lesen deines Artikels habe ich spontan gedacht, wie unterschiedlich doch die Sichtweisen sind. Dein Mann (und ich) findet deinen Leberfleck gar nicht schlimm. Ich wäre zudem froh, wenn ich einen Pony hätte. :-)
    Danke für deine offene Schilderung.
    Herzlichen Gruß,
    Vera

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  2. Hallo.
    auch bei dir fühlt man sich wohl, weißt du was; ich bin auch ein mainwunder Buchblogger und als ich die Tour entdeckt hatte, waren meine Gedanken, wie deine sehr ähnlich. Daher entschied ich mich zu pausieren und euch einfach mal zu besuchen. Und ihr habt alle so tolle Ideen wahnsinn - danke!
    LG Alex

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